Samstag Mittag. Sonnenschein in der irischen Hauptstadt. Die Strassen wimmeln von Touristen in Leprechaunhüten. Kleine Mädchen in Pink zeigen Michael Flatley wo irisch-dancingmäßig der Hammer hängt. Menschen auf Stelzen pusten Seifenblasen in die frische Frühlingsluft.
Tropeninstitut Dublin. Wir sitzen im Wartezimmer. Das Superpony zieht eine Schmolllippe von Dublin bis Berlin. “Impfen ist für Mädchen.” mault es.
Kennt ihr das? Wenn es zuhause still wird, machen die Kinder Unfug. So ist das auch mit dem Superpony. Wie neulich – im Haus ist es so leise, man könnte eine Fliege niesen hören
SCHOKOOOLAAAADEEEE!!!” Das Superpony hat Schaum vorm Mund. “Ich brauch’ SCHOOOKOLADE!”
Mittwoch Abend. Das Superpony hat die Küche auseinandergenommen und den Kühlschrank neu sortiert. Das hab’ ich nun davon, wenn das Mistvieh den ganzen Tag alleine zuhause ist.”Wo ist meine Schokolade?” frage ich argwöhnisch.
Montag Morgen. Kaum geschlafen. Mein Göttergatte und das Superpony haben sich ein Schnarchduett geliefert, das meinen Gehörnerven ein Nahtoderlebnis beschert hat.
Das Superpony und ich sitzen im Zug. Wir kommen vom Pferdeflüsterer. Das Superpony ist bester Stimmung. Ich bin es nicht.
Das Superpony ist völlig außer Rand und Band. Wie wahnsinnig tritt es gegen die Holztüre seines Stalles und schreit: “Ich will hier raus!
Was verstehen die Iren schon vom Skifahren? In Irland gibt es weder ordentlichen Schnee noch richtige Berge. Ohne winterliches Weiß keine Skipisten und ohne Skipisten keine Skiexpertise – das weiß jeder.
Ich hebe den Kopf und blicke in das Antlitz eines Wesens so schön und perfekt, dass es aus den heiligen Hallen des Olympes hinabgestiegen sein muss. Breite Schultern. Schmale Hüften. Apfelpo…